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Google Hummingbird und seine Konsequenzen für die Suchmaschinenoptimierung

In den letzten Wochen rückte Googles neuestes Haustier in den Fokus vieler Online Marketing Agenturen und SEO Dienstleister, die Rede ist vom neuen Suchalgorithmus Hummingbird. Auch wir haben uns mit dem Kolibri auseinandergesetzt und möchten näher beleuchten was ihn ausmacht und welche Auswirkungen er auf die Google Suche hat. Zudem wollen wir aufzeigen, was die Neuerungen im Herzstück von Google zukünftig für die Content Produktion bedeuten und warum der Conversational Search eine gesonderte Rolle beigemessen werden muss.

Der Google Hummingbird und seine Konsequenzen

Die Funktionsweise des Google Hummingbird

Das neueste Algorithmus Update von Google wurde Hummingbird getauft, was übersetzt Kolibri bedeutet. Hiermit will der Suchmaschinenriese seine Suche durch den gezielten Einsatz neuer semantischer Technologien noch intelligenter gestalten. Die Hauptattribute des Updates sind dieses Mal Präzision und Geschwindigkeit („precise and fast“), deshalb wurde auch der Kolibri als Namensgeber ausgewählt.

Die Funktionsweise des Algorithmus lässt sich in 2 Schritte aufteilen:

Der Hummingbird Algorithmus analysiert die eingegebenen Suchanfragen mit einer „Entitäten-Erkennung“. Eine Entität ist in diesem Zusammenhang ein individueller, eindeutig identifizierbarer Begriff, der durch seine jeweiligen Eigenschaften beschrieben wird.

1. Im ersten Schritt weist Google einzelnen Begriffen einer Suchanfrage Entitäten zu, die dazu dienen, die jeweilige Suchanfrage exakt definieren zu können.

2. Im zweiten Schritt verwendet die Suchmaschine diese Entitäten zur Bereitstellung eines genauen und vor allen Dingen hilfreichen Ergebnisses.

Im  Detail bedeutet das, dass Google seine Fähigkeit komplexe Suchanfragen zu interpretieren deutlich verbessern wollte (semantische Technologisierung), um den Nutzern möglichst hochwertige Ergebnisse zu liefern. Mithilfe der oben erwähnten Entitäten kann Google die Zusammenhänge zwischen den einzelnen Wörtern einer jeden Suchanfrage besser interpretieren und somit leichter den bestmöglichen Kontext für die Suchergebnisse herstellen. In Zeiten von Smartphones, Tabletts und „Voice to Text“- Apps hat Google damit auf die veränderten Bedürfnisse und Verhaltensweisen der Nutzer reagiert und auch neue Dynamiken in der Suchmaschinenoptimierung in Gang gesetzt.

Ein Beispiel dafür wäre die per Spracheingabe formulierte Suchanfrage nach dem Wetter.
Vor dem Hummingbird war für ein vernünftiges Ergebnis die Verwendung der Keywords "Wetter" und "Magdeburg" (Ort) notwendig. Nun reicht die einfach Frage: Regnet es Heute? um von Google die Wetterdaten zu bekommen, vorausgesetzt die Standorteinstellungen auf dem jeweiligen Gerät sind korrekt angegeben und freigeschaltet.

Beispiel Suchanfrage für die Funktionsweise des Hummingbird Algorithmus

Mithilfe der neuen Patente die in den Hummingbird eingeflossen sind, ist es Google gelungen der Semantik von Suchanfragen eine größere Bedeutung beizumessen. Aus Nutzersicht ist es somit  nicht mehr notwendig die richtigen Keywords zu verwenden, um ein gutes Suchergebnis zu erhalten, sondern vielmehr muss die Intention hinter der eigenen Anfrage deutlich gemacht werden.

Ein weiteres Beispiel für die Funktion des Hummingbird bei einer Suchanfrage

Stellt ein Nutzer die Suchanfrage:

Beispielsuchanfrage für die Entitäten im Google Hummingbird
„chinesisches Essen in Magdeburg bestellen“, kann Google mithilfe des neuen Algorithmus die Absicht hinter der Anfrage präziser analysieren als vor dem Update. Im Rahmen dieses Beispiels ist es eindeutig, dass der Nutzer nicht wissen möchte wo sich das nächste Chinesische Restaurant in seiner Nähe (bzw. in Magdeburg) befindet, sondern sich das chinesische Essen in die eigene vier Wände bestellen. Folgerichtig werden nun keine Restaurants mehr in den Suchergebnissen gelistet, sondern ausschließlich Lieferdienste. Hinzu kommen allerdings die im Suchmaschinenmarketing mittlerweile üblichen AdWords Anzeigen.

Innerhalb dieser Suchanfrage definiert der Kolibri 3 Terme. Zum einen die Fragen nach dem WAS? (chinesisches Essen) und dem WO? (Magdeburg) und zum anderen die Frage nach dem WIE? (bestellen). Damit weiß Google, dass es sich um eine Suche nach einem Lieferservice handelt, der chinesisches Essen in seinem Sortiment führt. Durch die ergänzende Angabe der Region, kann Google dann schlussfolgern, welche Lieferanten für die Suchergebnisse relevant sind. Im Endeffekt verknüpft Google also die 3 Terme zur genauen Bestimmung der Intention hinter der Suchanfrage.

3 Fakten zu Googles neuem Algorithmus:

  • Laut Google sind weltweit 90 % aller Suchanfragen von Hummingbird betroffen
  • Im Gegensatz zu Panda und Penguin, ist der Hummingbird ein neuer eigenständiger Algorithmus, dennoch sind Teile des alten Algorithmus (Caffeine) enthalten
  • Genauso wie Panda und Penguin ist auch der PageRank als Bestandteil im neuen Algorithmus verankert

Die Conversational Search von Google

Der Hummingbird Algorithmus besitzt aufgrund seiner verbesserten Interpretationsfähigkeit
eine besondere Bedeutung im Zusammenhang mit der sogenannten Conversational Search von Google.

Was ist die Conversational Search?

Wie der Name schon sagt, will der Suchmaschinenriese mit dieser Idee Suchanfragen beantworten, die einem normalen Gesprächsverlauf zwischen 2 Menschen nahe kommen. Dabei sollen auch zusammenhängende Suchanfragen die hintereinander gestellt werden, hochwertig beantwortet werden. Dazu stellt Google den Zusammenhang zwischen diesen Suchanfragen her und versucht den richtigen Bezug zwischen ihnen zu ermitteln. Durch dieses "Mitdenken" können die Benutzer der Suchmaschine das Keyword aus der ersten Suchanfrage in den folgenden durch Pronomen ersetzen, dies ist vor allem bei der Suche durch Spracheingabe sehr hilfreich und wirkt wesentlich natürlicher.

Beispiel für die Conversational Search mit dem Hummingbird Algorithmus

Das Feature der Conversational Search wurde von Google bereits im Mai des Jahres 2013 veröffentlicht, der Hummingbird Algorithmus unterstützt dieses mit den verbesserten Interpretationsfähigkeiten allerdings besser als sein Vorgänger. Neben dem gewohnten Ziel die Informationen zu liefern, nach denen die User suchen, möchte Google mit diesem Feature die Nutzererfahrung zusätzlich verbessern. Dies soll durch Zusatzinformationen realisiert werden. In der deutschen Variante der Conversational Search ist die Möglichkeit der Folgefragen jedoch noch nicht integriert.

Konsequenzen für die Suchmaschinenoptimierung

Da der Algorithmus, der hinter dem Hummingbird steckt, das Ziel verfolgt die Intentionen der Nutzer während der Suche besser zu verstehen, greift er bei ausformulierten Fragen am besten. Folgerichtig sollte unser Hauptaugenmerk den Longtail-Suchanfragen gelten, also Suchanfragen, die sich aus mehreren Wörten zusammensetzen.

Dreht sich jetzt alles um Long Tail Optimierung?

Der Unterschied zum Vorgänger liegt in der Betrachtung der Terme, lag der Fokus vorher auf einzelnen Keywords, so steht jetzt die Anfrage als Ganzes im Vordergrund. Das einfachste Merkmal um diese Neuerung zu bestätigen, ist die stärkere Involvierung des lokalen Bezugs bei den Suchergebnissen.

Allerdings sollten Webseiten und Online Shop Betreiber jetzt nicht blindlings damit beginnen, ihre Seiten auf Long Tail Keywords zu optimieren. Denn während die Suchmaschine bereits vorher in der Lage war eindeutig formulierte Suchanfragen hochwertig zu beantworten, besitzt sie nun die Fähigkeit komplexe Suchanfragen so gut zu verarbeiten, dass sie eindeutig interpretiert werden können. Relevant ist dies, weil laut Google 20 bis 40% aller Suchanfragen auf Long Tail Basis erfolgen.

Welche Konsequenzen hat diese Neuerung zur Folge?

Mit der verbesserten Fähigkeit des Erkennens von Nutzerintentionen hinter Suchanfragen, hat hochwertiger Content für die Auffindbarkeit in der Suchmaschine einmal mehr an Bedeutung gewonnen.

Positive Nutzererfahrungen im Internet führen zu guten Platzierungen in Suchergebnissen

So wie die Suchmaschine sich weiterentwickelt um die Intentionen der Nutzer zu verstehen, so müssen es auch die Webseitenbetreiber. Wer seiner Zielgruppe nicht die Inhalte liefert, die sie sucht, der taucht auch nicht dort auf, wo sie sucht.

Was hat es mit semantischen Markups auf sich?

Im Internet wird zudem seit dem Bekanntwerden des neuen Algorithmus über den Nutzen von sogenannten „semantischen Markups“ diskutiert. Mithilfe dieser Markups können Daten strukturiert werden, damit sie von Suchmaschinen besser interpretiert werden können. Dahinter steckt ein relativ einfaches Konzept, die einzelnen Inhalte einer Seite (Texte, Wörter, Bilder, Videos, etc.) werden anhand eines vorgegebenen Schemas (Mikroformat) klassifiziert und benannt. Der Vorteil gegenüber unstrukturierten Daten liegt dabei in der Grundordnung innerhalb der Inhalte, Suchmaschinen sind bei unstrukturierten Daten „lediglich“ in der Lage Keywords und einfache Muster zu erkennen, Bezüge und Zusammenhänge bleiben hingegen unklar (obwohl sie durch den Hummingbird an Bedeutung gewonnen haben!).
Die Erstellung von Content muss nun noch mehr von Qualität geprägt sein

4 Tipps für die Webseiten Optimierung nach dem Hummingbird

  • Beantworten Sie mit Ihrem Content die Fragen der Nutzer
    (Qualitative Inhalte mit informativem Mehrwert)
  • Stellen Sie Ihre Website breiter auf!
    (Mehr Landing Pages zu spezifischeren Themen, bedeuten mehr Einstiegsmöglichkeiten und Fachwissen für die User )
  • Verstehen Sie Ihre Zielgruppe
    (Wer dort auftauchen will wo die Internetnutzer suchen, der muss wissen, welche Erwartungen an Suchanfragen geknüpft sind)
  • Halten Sie die Inhalte Ihrer Webseite aktuell

Wie stellt man Webseiten für den Hummingbird um?

Um fit für den Hummingbird zu sein, sollten die Inhalte Ihrer Webseite auf die Bedürfnisse Ihrer Kunden und Zielgruppen abgestimmt sein. Dabei geht es sowohl um deren Interessen, als auch um das Suchverhalten. Das Hinzuziehen einer Online Marketing Agentur kann gerade für grundlegende Überlegungen und Analysen sehr hilfreich sein. Aber auch bei der Conversion Optimierung kann die Hilfe von Profis sehr nützlich sein. Die SEO Optimierungen der sogenannten „alten Schule“ verlieren an Bedeutung, die Zeiten der Beeinflussung von Platzierungen durch lieblose Texte und massenhaften Linkaufbau sind schlichtweg vorüber. Sie benötigen grundlegende Analysen des Wettbewerbs und der Zielgruppe, ein sauberes Fundament in Form Ihrer Webseite und eine nachhaltige und zielführende Content Marketing Strategie, um Ihre Seite mit aktuellen Inhalten auszurüsten und anzureichern.

Das können wir für Sie tun:

  • Zielgruppenanalyse
  • Branchen- & Konkurrenzanalyse
  • Beratung bei der Erstellung themenrelevanter Inhalte
  • Kontaktaufnahme zu möglichen Kooperationspartnern
  • Erstellung hochwertiger Inhalte für Ihren Internetauftritt
  • Qualitativ hochwertige Inhalte mit redaktionellem Know How
  • Saubere OnPage Fundamente mit nutzer-& suchmaschinenfreundichen Strukturen
  • Linkbait-fähige Content Marketing Strategien für die Produktion von nachhaltigen Inhalten
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